GRESSER K9 PRICING |
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In diesem Abschnitt soll das Modul K9 Pricing erläutert werden. |
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Das Order Routing stellt ein wichtiges Element bei der Orderaufgabe dar. Daher ist es von großer Bedeutung, über einen schnellen und zuverlässigen Zugang zu den entsprechenden Märkten zu verfügen. Ebenso ist es nicht nur wichtig, die einzelnen Zugangsmöglichkeiten zu besitzen, sondern unter den diversen Order-Routing-Systemen und Orderzusätzen die richtigen zu verwenden. Deshalb werden im weiteren Verlauf die wichtigsten Komponenten bei der Preisfindung im Rahmen des Moduls K9 Pricing untersucht. |
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Order Routing in Abhängigkeit des Momentum
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Als erster Teil des Moduls K9 Pricing wird im Folgenden das Modul K9 Momentum als Grundlage des Order Routing analysiert. |
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Da in der Regel eine Vielzahl von Möglichkeiten des Order Routings zur Verfügung steht, ist es elementar, dass ein Leitfaden zur richtigen Wahl des besten Systems erstellt wird. Dazu muss er zunächst der aktuellen Marktsituation Rechnung tragen. Er kann zwischen drei verschiedenen Marktphasen differenzieren: Märkte mit schnellem Momentum, Märkte mit langsamem Momentum und Märkte mit fehlendem Momentum. Zur Bestimmung der aktuellen Marktphase kann sich der Investor zweier Parameter bedienen: der Steigung und der Regression. Die Steigung repräsentiert den Anstieg der zuletzt gezeigten Bewegung und ist damit Ausdruck der Bewegungsstärke, des Momentum. Die Regression bestimmt eine repräsentative Gerade, auf der die Kursbewegung am geeignetsten dargestellt wird. Der Anstieg der Regressionsgerade (eine Differenzierung zwischen positivem und negativem Anstieg ist hinfällig, da es sich nur um die allgemein gültige Dynamik und nicht die Richtung handelt) ist Ausdruck für das Momentum innerhalb des untersuchten Titels. |
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Obige Abbildung stellt exemplarisch den Aufbau der Systemteile des Moduls K9 Momentum dar. Spalte drei und vier von rechts repräsentieren dabei das Momentum des Systemteils K9 Regression Beta, während die beiden letzten Spalten das Systemteil K9 Regression normal visualisieren. Im Folgenden werden die Programmmatrizen des Moduls K9 Pricing präsentiert, differenziert nach den Kriterien schnelles, langsames und fehlendes Momentum. Zunächst wird die Programmmatrix des Moduls K9 Pricing für schnelles Momentum präsentiert. |
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Obige Abbildung zeigt die Order-Routing-Möglichkeiten in Märkten mit schnellem Momentum, die die Existenz hoher Volatilitäten aufweisen, das heißt, in der betrachteten Zeitperiode ändert sich der Kurs stark. Zu Beginn einer solchen Phase steigen das Handelsvolumen und damit der Umsatz innerhalb des Titels an, um gegen Ende bei abnehmendem Momentum wieder an Wert zu verlieren. Da der Markt sehr schnell reagiert, ist ein unverzügliches Handeln geboten. Es muss schnell eine Entscheidung gefällt und auf das Order-Routing-System zurückgegriffen werden, das die schnellste und günstigste Ausführung gewährleistet. |
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Obige Abbildung zeigt die Programmmatrix des Moduls K9 Pricing für langsames Momentum. In Märkten mit langsamem Momentum verlaufen Kursveränderungen in gemäßigteren Bahnen als bei der zuvor beschriebenen Marktsituation mit schnellem Momentum. Der Kurs einer Aktie und somit die Gebote auf BestBid und BestAsk verändern sich nur allmählich. Es bleibt dadurch bedeutend mehr Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Deshalb stehen in diesen Situationen – wie Abbildung 38 zeigt – mehr Möglichkeiten hinsichtlich des Order Routings zur Verfügung. |
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Die obere Abbildung repräsentiert die Programmmatrix des Moduls K9 Pricing für fehlendes Momentum. |
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Level II – Berücksichtigung der Informationen des
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Als Nächstes wird das Modul K9 Level II erläutert. |
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Die Analyse des Orderbuchs erfolgt nach unterschiedlichen Aspekten. Einerseits wird der Kurs des besten Kauf- und des besten Verkaufsgebots ermittelt. Steht einer der beiden Kurse auf einer elementar wichtigen Kursmarke, so wird dies entsprechend gekennzeichnet und der Nutzer darauf aufmerksam gemacht. Des Weiteren werden die zum Inside Bid und Inside Ask gebotenen Stückzahlen untersucht. Steht hier ein hohes Ungleichgewicht zu Buche, so kann daraus ein bestehender Kauf- oder Verkaufsdruck abgeleitet werden. Je nach Situation kann dann auf steigende Kurse (Kaufdruck) oder fallende Kurse (Verkaufsdruck) spekuliert werden. Als dritte Untersuchung von Bid und Ask wird der Verlauf der letzten Kursfeststellungen untersucht. Kamen die Kurse stets am Inside Bid zustande, so lässt dies auf negative Kursentwicklungen schließen. Umgekehrt lassen bei Kursfeststellungen am Inside Ask einen positiven Verlauf des Aktienwertes erwarten. Um Kauf- und Verkaufsdruck detaillierter interpretieren zu können, werden beide Größen zueinander ins Verhältnis gesetzt. Daraus resultiert ein prozentuales Ergebnis, was den Kauf- beziehungsweise Verkaufsdruck näher charakterisiert. |
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Obige Abbildung zeigt abschließend das Modul K9 Level II im RadarScreen. In den Spalten elf und zwölf von rechts sind die BestBid- und BestAsk-Kurse dargestellt (K9 Bid I und K9 Ask I). Die Spalten zehn und neun von rechts zeigen die jeweiligen Volumina, die an diesen Kursen angeboten beziehungsweise nachgefragt werden (K9 Bid II und K9 Ask II). Spalte acht visualisiert, wo der letzte Kurs in Bezug auf BestBid und BestAsk festgestellt wurde. Dabei existieren fünf verschiedene Möglichkeiten: Die letzte Kursfeststellung war under Bid, at Bid, Between Bid & Ask, at Ask sowie above Ask. Die Spalten sieben bis drei kennzeichnen, wie oft die Kurse an diesen fünf möglichen Marken notiert wurden (K9 Bid III und K9 Ask III). Die vorletzte Spalte zeigt den Anteil der BestBid-Kurse an, die höher als das vorhergehende BestBid gewesen sind. Springen die BestBid-Kurse nach oben, so vergrößert sich dieser Anteil, und der Kurs wird tendenziell steigen. Die gleiche Überlegung gilt für die letzte Spalte, in der aber das Verhalten der BestAsk untersucht wird. |
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Level III– intelligente Auswahl optimaler ECN & MM
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Abschließend zu diesem Abschnitt wird im Folgenden das Modul K9 Level III als Auswahlkriterium für die unterschiedlichen Börsenzugänge erläutert. |
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Die verschiedenen Möglichkeiten des Zuganges zur Börse (hier: zur NASDAQ) werden in der unteren Abbildung veranschaulicht. |
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In der Abbildung ist zu erkennen, wie die Orders eines Marktteilnehmers auf traditionelle Weise an die Börse geleitet wurden. Diese Art des Order Routings wird heutzutage nur noch von Brokern, die kein eigenes ECN besitzen beziehungsweise an kein ECN angeschlossen sind, durchgeführt. Dabei versteigert der Broker im Rahmen des »Payment for Orderflow« das Orderaufkommen, dass durch die eigenen Kunden generiert wird, meistbietend an einen Market Maker. Die Market Maker werden bei der Ersteigerung des Orderaufkommens nicht unbedingt den besten Kurs bieten. Sie nutzen die entstehenden Differenzen zu ihrem eigenen Vorteil aus. Oftmals erhält der Kunde so einen ungünstigeren Ausführungskurs, als er zu diesem Zeitpunkt direkt an der NASDAQ erzielen könnte. |
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Diese Funktion wird zurzeit nur von wenigen Dienstleistern angeboten und stellt somit für den Marktteilnehmer bei Anwendung einen erheblichen Vorteil dar. |
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An die Börse gelangt der Marktteilnehmer nur, wenn er mindestens 1 Lot (= 100 Stück) an Handelsvolumen aufweisen kann. Gibt er ungerade Lot-Aufträge auf, so wird ausschließlich der ganzzahlige Anteil an die entsprechende Börse weitergeleitet, während der Bruchteil innerhalb eines ECN ausgeführt wird. Dies kann teilweise zu schlechteren Kursen führen, die er für seinen Auftrag erhält, als wenn er direkt an die Börse gegangen wäre. Die obere Abbildung zeigt die Zusammensetzung des Orderbuchs der NASDAQ aus verschiedenen Unter-Orderbüchern. |
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Obige Abbildung zeigt die Zusammensetzung des Orderbuchs der NASDAQ aus dem Unter-Orderbuch von Archipelago. |
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