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GRESSER K9 ALGORITHMUS
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In diesem Abschnitt wird der Weg der finalen Entscheidungsfindung und der Auswertungen der in den vorherigen Teilabschnitten erläuterten Module analysiert. Dabei wird vor allem auf die Bedeutung von Inputs, externen Bearbeitungsprogrammen und der Selektion von Aktien mit dem Ziel der Handelsentscheidung näher beleuchtet.
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Inputsteuerung vs. K.O.-Kriterien
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Im Folgenden wird das Modul K9 Entscheidungsalgorithmus erläutert.
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Der K9 Entscheidungsalgorithmus dient zur Bewertung der K9-Entry-Analysen. Durch angelnde Erfüllung der Grundprämissen kommt es von Beginn an zu einem Ausschluss bestimmter Aktien oder Aktiengattungen. Da der risikoaverse Investor interessiert ist, unter möglichst geringem Risiko hohe Renditen einzuspielen, wird er keine unnötigen Verluste in Form von hohen Spreads, durch fehlende Liquidität hervorgerufene schlechte Ausführungskurse und ähnliche grundlegende charakteristische Eigenschaften von Aktien hinnehmen. Für die Titel, die den Grundkriterien entsprechen, kann nun eine konkrete Analyse der einzelnen Module vorgenommen werden. Dabei werden die wählbaren und zur Feinjustierung angedachten Inputs der einzelnen Programmeinheiten nach ihren Prioritäten eingeordnet. So führen Änderungen der primären Inputs zu stärkeren Auswirkungen als Änderungen im sekundären oder tertiären Bereich. Gerade der zeitliche Anlagehorizont und die jeweils in die Bewertung einfließenden Zeitperioden stellen einen wichtigen Faktor bei der Justierung der Einheiten dar. Eine Erhöhung der betrachteten Anzahl von Kerzen kann gerade für längerfristig orientierte Marktteilnehmer von Interesse sein, während mittel- und langfristig orientierte Marktteilnehmer eher in kurzen Einstellungen ihr Entscheidungsmuster festlegen werden.
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Obige Abbildung verdeutlicht den Zusammenhang zwischen den unterschiedlich orientierten Marktteilnehmern und die Auswirkungen auf die Größe des Rücklaufs sowie die Verwendungen der Einstellungen der zugrunde liegenden Zeitperioden.
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Schnittstellen zu externen DV-Programmen
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Im Folgenden wird das Modul K9 Excel Auswertung als Schnittstelle zwischen Handelsplattform und externem Datenverarbeitungsprogramm erläutert.
Durch die Erstellung von Schnittstellen zwischen der auf C++ basierenden Programmiersprache Easy Language, die innerhalb der Handelsplattform TradeStation zur Programmeingabe dient, und der eigentlichen C++-Programmierung, die in den meisten dll-Dateien genutzt wird, können komplexe Zusammenhänge außerhalb der verwendeten Handelsplattform berechnet werden. Dies findet vor allem dann Anwendung, wenn Informationen von einem Programm in ein anderes übertragen werden sollen. Die hier benutzte Schnittstelle stellt eine Verbindung zwischen TradeStation und Microsoft Excel her. Excel kann schnell und unkompliziert Daten einlesen, verarbeiten und visualisieren. Mithilfe der in Excel verwendeten VBA-Programmierung ist das Programm in der Lage, die in den einzelnen Modulen verwendeten Inputs zu justieren. Dazu muss der User lediglich die jeweiligen Prioritäten für alle Inputs spezifizieren. Das System baut auf dieser Einteilung auf und bestimmt im ersten Schritt die beste Zusammensetzung der primären Inputs. Eine daraus resultierende Abstimmung der sekundären und tertiären Inputs führt schließlich zu einer optimalen Struktur der Verarbeitung der Dateninformationen. Da die Schnittstellen das Programm von Excel bei jeder Kursfeststellung mit neuen Daten speisen, wird diese Optimierung ständig neu durchgeführt. Im Allgemeinen treten dabei keine großartigen Änderungen der Inputstrukturen auf, da in der Regel der Prozess der Inputänderungen über einen längeren Zeitraum von einigen Stunden bis einigen Tagen andauert. Nur so hat der Marktteilnehmer die Möglichkeit, von einer echten Informationseffizienz sprechen zu können und bei sinkendem Risiko Überrenditen zu erwirtschaften.
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Handelsentscheidung vs. Feinjustierung
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In diesem Abschnitt wird das Modul K9 Strategieprämissen erläutert, das bei Erfüllung aller Voraussetzungen zu einer finalen Handelsentscheidung führt.
Die Strategieprämissen werden als Grundlage vor jeder Analyse einer Aktie überprüft. Dies geschieht durch die Auswertungen der in Excel gesendeten Kursinformationen. Liegt eine Nichterfüllung der Prämissen vor, so führt dies entweder zum Abbruch und somit zum Löschen dieser Strategie oder zu einer Änderung der Prämissen, die dann wiederum auf ihre Erfüllung hin überprüft werden müssen. Werden die Prämissen erfüllt, so erfolgt eine Untergliederung der Ergebnisse der Performance-Analyse in absolute, selektierte und adjustierte Kennzahlen. Absolute Kennzahlen stellen dabei die tatsächlich ermittelten Ergebnisse dar, während die selektierten Kennzahlen um Zufallsergebnisse – Outliers – reduziert werden. Da bei einem funktionalen Stop- Management keine zufälligen Verluste eintreten können (Ausnahme: Gap bei Übernachtpositionen), zählen zu den Zufallsergebnissen in der Regel positive Gewinne. Diese werden eliminiert, um ein bereinigtes Ergebnis zu erhalten. Adjustierte Kennzahlen werden auf Basis des betrachteten Zeitraumes ermittelt. Wird eine nicht repräsentative Zeitperiode für die Berechnung des Ergebnisses herangezogen, so führt dies zu Verfälschungen, die mittels der Adjustierung entfernt werden. Dabei reduziert das System die Gewinnkennzahlen und erhöht die Verlustkennzahlen jeweils um varianzabhängige Größen. Das adjustierte Ergebnis stellt in der Regel das realistischste dar.
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Anschließend werden die Kennzahlen in verschiedene Klassen eingeordnet, wobei jede Klasse einer bestimmten Kategorie zugeteilt wird. So existieren Klassen wie Gewinnkennzahlen, Verlustkennzahlen, Verhältniskennzahlen usw. Diese Klassen wiederum werden der Art der Analyse zugeordnet, um erkennen zu können, in welchen Teilen der Performance-Analyse Schwächen lokalisiert wurden. Diese können gezielt vom System approximiert werden. Es werden alle historisch real oder virtuell getätigten Trades in die Betrachtung einbezogen, um eine möglichst repräsentative Größe der Auswertungsdaten zu erhalten.
Aus der Analyse der Kennzahlen kann das System nun für jede einzelne Aktie eine Entscheidung treffen. Dabei existieren drei verschiedene Entscheidungsarten. Fällt die Entscheidung negativ aus, das heißt die Kennzahlen haben kein positives Ergebnis geliefert, so wird keine Handelsaktivität durchgeführt werden. Entweder ist das Ergebnis so schwach, dass es direkt zu einem Abbruch der Strategie kommt, oder es besteht die Aussicht, durch eine Feinjustierung der Inputs und eine neuerliche Analyse zu einem positiven Feedback zu gelangen. Liegt ein solches positives Analyseergebnis vor, so kommt es in der entsprechenden Aktie zu einem Handelssignal, und es wird eine Order an die Börse geroutet.
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