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Nach dem Eröffnen einer Handelsposition wird sofort das Modul K9 Exit Management, das im folgenden Abschnitt erläutert wird, aktiviert.

Hat der Marktteilnehmer seine Handelsentscheidung getroffen und seinen Einstieg generiert, so wird er die eröffnete Position stets mit einem allumfassenden Stop- Management – bestehend aus Stop Loss, Break Even und Trailing Stop sowie optionalem End-of-Day-Ausstieg – absichern. Das Modul K9 Exit Management erkennt neben dem Einstiegspreis und der Positionsgröße auch die Richtung, in die der Anleger investiert hat. Diese automatisierte Absicherung gibt ihm die Möglichkeit, sofort nach weiteren Einstiegssignalen zu suchen, sofern sein Kontostand weitere Aktivitäten zulässt.
Begrenzung von Verlusten durch Stop LossDas Stop Loss soll die möglichen Verluste begrenzen, wenn der Kurs in eine andere als die prognostizierte Bewegung verfällt. Zeitgleich mit der Orderausführung wird als erstes Modul des Exit Managements das Stop Loss gesetzt. Bei Erreichen dieser Kursmarke wird die Position augenblicklich glattgestellt. Die Höhe des Stop Loss kann der Marktteilnehmer wahlweise in Abhängigkeit der Volatilität berechnen lassen oder über einen fixen Prozentsatz festlegen.
Als zweites Modul des Exit Managements wird der Break Even Point bestimmt. Dazu wird eine Gewinnschwelle ermittelt, nach deren Erreichen beim Einstiegskurs eine weitere Stop-Order gesetzt wird. Der Stop Loss, der zwar nach wie vor auf dem System existiert, verliert damit an Bedeutung, da laut Definition der Break Even Stop früher erreicht werden muss. Die beschriebene Gewinnschwelle kann ebenfalls volatilitätsabhängig oder mithilfe eines fixen Prozentsatzes beschrieben werden. Das Exit Management setzt den Break Even Stop nicht identisch mit dem Einstiegspreis, sondern berücksichtigt die Transaktionskosten in Höhe von zwei Cent sowie Slippage9 in Höhe von einem Cent.
Um eine Position im Gewinn abzusichern, wurde ein dynamisch verlaufender Trailing Stop entwickelt. Dieser nähert sich automatisch an den Kurs an, je länger der Zeitraum ist, in dem die Position bereits offen ist. Dies soll dazu führen, möglichst keine zu langen Zeitperioden investiert zu sein, da somit mögliche weitere Signale nicht gehandelt werden können. Die Opportunitätskosten können damit gesenkt werden. Genau wie bei Stop Loss und Break Even kann der dynamische Beschleunigungsfaktor in Abhängigkeit von der Volatilität oder mit einem fixen revolvierenden Wert bestimmt werden. Der Trailing Stop verändert sich mit jeder neuen Kursfeststellung. Bei einer klassischen Long-Position kann er nur an Wert zunehmen, bei einer Short-Position ausschließlich an Wert abnehmen. Nach erfolgtem Durchbruch des Kurses durch den zuletzt berechneten Trailing Stop wird die Position sofort glattgestellt. Die volatilitätsabhängige Berechnung des Trailing Stops berücksichtigt die Stärke der Bewegung des Kurses. So wird in trendstarken Märkten der Trailing Stop schneller an den Kurs angepasst, als das bei der Verwendung des fixen Beschleunigungsfaktors der Fall ist (1). In trendschwachen Märkten jedoch nähert sich der volatilitätsabhängige Trailing Stop langsamer an den Kurs an (2 und 3).

Optional hat der Marktteilnehmer die Möglichkeit, zum Handelstagende seine offenen Positionen glattzustellen. Will er über einen längeren Zeitraum von mindestens einigen Tagen investiert bleiben, so wird er von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen. Für den kurzfristig orientierten Marktteilnehmer, der seine Positionen am selben Tag schließt, stellt dies einen Widerspruch zu seinen Prämissen dar. Er würde sich in diesem Fall einem Kurssprung zwischen zwei Handelstagen aussetzen, was nicht seiner charakteristischen Eigenschaft entspricht. Der Marktteilnehmer wird versuchen, spätestens in den letzten Minuten des regulären Handels seine Positionen wieder abzustoßen. Bei Wahl der Option des automatischen Ausstiegs am Handelstagende führt das K9 Exit Management die notwendigen Orders selbstständig aus.

Obige Abbildung zeigt das Modul K9 Exit Management. Anhand der hier offenen Position von Apple Computer Inc. kann der Marktteilnehmer jederzeit seine einzelnen Ausstiegskurse, seinen Einstiegskurs, die Positionsgröße sowie seinen offenen Gewinn beziehungsweise Verlust einsehen. Bei Erreichen einer der Stoppkurse wird die Position automatisch glattgestellt.